Die Kirche "Unserer Lieben Frau"
Geschichte
Errichtet in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts, gehört die Liebfrauenkirche neben der ersten Kirche, die an der Stelle der heutigen Domkirche stand und dem hl. Johannes dem Täufer geweiht war, zu den ältesten Zeitzeugen der 1000jährigen Geschichte der Stadt Bautzen. Sie lag vor den Stadtmauern, "auf dem Salzmarkt", und ist noch heute die "sorbische Kirche". Von Anfang an diente sie den katholischen Sorben der Vorstadt und der umliegenden Dörfer für ihre Gottesdienste. Seit 1240 hatte sie einen eigenen Geistlichen, 1547 wurde sie zur Pfarrkirche erhoben. Seit 1985 ist sie wieder der Dompfarrei als Filiale zugeordnet.
Das Schicksal der Liebfrauenkirche ist eng mit dem der Stadt verbunden: 1429 wurde sie von den Hussiten zerstört, 1443 neu geweiht. Mehrmals wurde sie ein Opfer der Flammen: 1620 bei der Belagerung der Stadt, sowie in den verheerenden Stadtbränden von 1634 und 1686. Stets erstand sie neu, mehrmals wurde sie umgestaltet. 1864 fügte man ein Joch nach Westen hinzu (heute Empore). Der Innenraum erhielt zuletzt 1912, 1936, 1972 und 1998 ein neues Aussehen.
Die Kirche steht offen für alle, die schauen und beten möchten oder ein wenig Ruhe suchen.
Quelle: www.dompfarrei-bautzen.de